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Grundlagen der Typografie: kleine Buchstaben, große Wirkung

21.03.2022 | Schrift kann mehr als man denkt. Deshalb ist es umso wichtiger, die Grundlagen der Typografie zu verstehen und zu wissen, wie sie ausdrucksstark eingesetzt werden kann.

Texte sind individuell, genauso wie ihre Inhalte – doch nicht nur eine besonnene Wortwahl sorgt für die passgenaue Vermittlung. Die richtige Wahl der Typografie ist tatsächlich grundlegend, hat eine große Wirkung auf Empfänger und ist deshalb nicht immer einfach zu treffen. Letztlich entscheidet oft die Typografie, ob eine Überschrift ins Auge fällt, wohin die Aufmerksamkeit gelenkt wird und welche Emotionen Worte potenziell transportieren. Um eine zielsichere Typografie erstellen zu können, sind allerdings zahlreiche Aspekte zu beachten. Aus diesem Grund sind die Grundlagen der Typografie nicht nur eine Wissenschaft, sondern eine Kunst für sich. Typografen verbringen viel Zeit beim Typografie Erstellen und Schriftarten aufeinander Abstimmen, um letztendlich die richtigen Emotionen zu wecken. Von modern bis traditionell, kühl oder verspielt – die Typografie Wirkung hat eine viel größere emotionale Gewichtigkeit als manch einer vermutet.

Best Practice: Schriftkombinationen

Auch Schriftkombinationen gehören zu den Grundlagen der Typografie. Die richtige Kombination zu finden, ist allerdings nicht immer einfach. Wir liefern Inspiration:

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Grundlagen der Typografie: Glossar

Flattersatz, Serifen und Ligaturen – bei den Fachbegriffen zu Gestaltung und Aussehen von Typografie sowie der Typografie Wirkung ist der Durchblick für Nicht-Designer oft schwer. Das folgende kleine Glossar zu den Grundlagen der Typografie stellt deshalb zunächst zentrale Begriffe vor:

Geviert


Das sogenannte „Geviert“ ist die Maßeinheit beim Typografie Erstellen und Setzen – denn ursprünglich stammt die Bezeichnung aus der Zeit, in der bewegliche Letter tatsächlich „gesetzt“ wurden. Prinzipiell definiert sie in den Grundlagen der Typografie den Mindestzeilenabstand in einer Schrift sowie um den Abstand zwischen Satzzeichen und Wörtern.

Kapitälchen


Bei „Kapitälchen“ handelt es sich um die Darstellung von Text in Großbuchstaben, die sich allerdings als Majuskel und Minuskel (siehe nachfolgend) in der Höhe unterscheiden. Mithilfe von Kapitälchen können einzelne Textteile dezent typografisch betont werden.

Initial


Das „Initial“ ist einigen vielleicht aus den Kapitelanfängen aus Büchern bekannt: Als solches steht der Begriff für den ersten Anfangsbuchstaben eines Abschnitts, der meist in besonderer Form größer und geschmückt herausgehoben erscheint.

Minuskel und Majuskel


„Minuskel“ und „Majuskel“ sind wichtiger Bestandteil der Grundlagen der Typografie: Sie sind die typografischen Bezeichnungen für „Kleinbuchstaben“ und „Großbuchstaben“.

Ligatur


„Ligaturen“ verbinden zwei oder mehrere Buchstaben miteinander, sodass sie im Lesefluss als Einheit erscheinen, wie zum Beispiel die Buchstabenkombination ff. Um eine vollständige Typografie erstellen zu können, müssen Ligaturen explizit designt werden.

Laufweite


Mit der „Laufweite“ werden in den Grundlagen der Typografie die Abstände einzelner Buchstaben zueinander bezeichnet. Die richtige Laufweite erleichtert den Lesefluss erheblich und ist deshalb essenziell, wenn man eine Typografie erstellen möchte.

Der Aufbau einer Schriftart

Schriftarten sind verschieden aufgebaut und können nach den Grundlagen der Typografie anhand der folgenden Begriffe beziehungsweise Merkmale unterschieden und identifiziert werden. Nur wenn diese Merkmale erkannt und verstanden werden, können Designer anhand dessen die beste Typografie auswählen oder eine ganz neue Typografie erstellen.

Mikrotypografie

Grundsätzlich wird in den Grundlagen der Typografie zwischen Mikro- und Makrotypografie unterschieden. Mikrotypografie dient dabei als Oberbegriff für die Satzgestaltung zwischen Buchstaben, Zeichen, Zeilen und Wörtern. In der Mikrotypografie als Teilbereich spielen – neben dem Wortzwischenraum – auch Aspekte wie Paginas (Seitenzahl), Marginalien (Randbemerkungen), Schriftwahl, Schriftgrad (Größe) und Umbruch (Wechsel von Textzeilen oder Seiten zur Gliederung) eine Rolle.

Makrotypografie

Mit der Makrotypografie wird in den Grundlagen der Typografie das visuelle Gesamtbild eines gestalteten Layouts beschrieben. Dabei sollten die einzeln gestalteten Elemente eines Gesamtlayouts betrachtet und für eine effektive Typografie Wirkung aufeinander abgestimmt werden. Zur Makrotypografie gehören außerdem das Seitenformat, der Satzspiegel, die Gestaltung der Absätze, Farbauszeichnungen, Schriftgröße und Bildplatzierungen.

Schon gewusst?

Etymologisch ist der Begriff der „Typografie“ auf das altgriechische „typos“ zurückzuführen, was ursprünglich für „Eindruck“, „Bild“ oder „Muster“ stand. „Graphein“, als zweiter Wortbestandteil, meinte hingegen „ritzen“ oder „schreiben“. Erstmals aufgetaucht ist das Wort „typografus“ im Übrigen im 15. Jahrhundert, tatsächlich etabliert hat es sich schließlich etwa vor allem unter den Gelehrten des 17. Jahrhunderts.

Typografie Wirkung: mit Schriften eine Marke bauen

Typografie kann unterschiedlichste Assoziationen bei Konsumenten hervorrufen, wobei eine gute typografische Gestaltung ein Unternehmen fest mit einer bestimmten Schriftart verbindet. Somit kann durch gute Umsetzung der Grundlagen der Typografie der Unternehmensschriftzug zu einem unverwechselbaren Markenzeichen werden. Hierfür gibt es eine Reihe bezeichnender Beispiele: angefangen bei Apple und adidas über Coca-Cola, Mercedes-Benz und Microsoft bis hin zum Fashion-Giganten Zara. Bei diesen Großmarken konnte eine spezifische Typografie Wirkung erzielt und die Schriftart des Logos fest mit der Marke verbunden werden. Würden diese Schriftarten nun für andere Wörter oder Markennamen verwendet, würden die Konsumenten das Geschriebene dennoch mit der jeweiligen „Original-Marke“ assoziieren. Die aufgezählten Marken schöpfen dabei ihr Wissen aus den Grundlagen der Typografie und bedienen sich einem breiten Spektrum von Schriftarten: von Serifen-Schriften, über serifenlose Schriften bis hin zu den Script-Fonts. Jede dieser Schriftklassifikationen besitzt dabei eine eigene Typografie Wirkung, wobei die darunterfallenden Schriftarten jeweils noch individuellere Effekte erzielen können. Um ein neues Markenlogo mithilfe der Grundlagen der Typografie sinnvoll anlegen zu können, muss dafür zunächst die zu transportierende Aussage ermittelt werden, um anschließend eine Schriftart mit passender Typografie Wirkung einsetzen zu können. Doch wie wirken Schriften?

"Words have meaning, type has spirit."

Zitat Paula Scher

Typografie: Wirkung und Einsatz

Schriftwirkung kann täglich beobachtet werden: in der Werbung, bei Drucktexten oder Marken(namen), die jeweils unterschiedliche Emotionen beim Betrachtenden auslösen. Schriften lassen sich hier prinzipiell nach den Grundlagen der Typografie verschiedenen Schriftklassifizierungen zuordnen und gehen je nachdem mit einer spezifischen Typografie Wirkung einher. Möchte man neue Typografie erstellen – oder Typografie erstellen lassen –, sollte man sich deshalb den folgenden Wirkungen bewusst sein:

Serifen-Schriften

Klassisch und seit Buchdruck-Zeiten im Einsatz: Zu den Serifen-Schriften zählen etwa Baskerville, Garamond oder Times New Roman. Diese Klassiker unter den Schriftarten zählen durch ihre weitläufige Etablierung zu den Grundlagen der Typografie. Sie stehen insbesondere für Professionalität sowie Tradition und werden deshalb auch von entsprechenden Branchen (Hotellerie, Anwälten etc.) gerne genutzt. Doch auch innerhalb der Serifen-Schriften gibt es Unterschiede. Abhängig von der Form und dem Winkel der Serifen können diese Schriften weich oder eher kantig wirken: Schriften mit rechtwinklig verlaufenden Serifen geben dabei ein härteres Außenbild ab als Schriften mit runden und leicht angewinkelten Serifen. Marken, die sich einer Serifen-Schrift bedienen, sind unter anderem Tiffany & Co sowie Vogue.

Serifenlose Schriften

Im Gegensatz zu Serifen-Schriften wirken serifenlose Schriftarten oft sachlich und vermitteln vorrangig Ruhe und Konstruktivität. Sie gelten in den Grundlagen der Typografie als zeitlos, modern und gut lesbar, weshalb sie bevorzugt von jungen Unternehmen verwendet werden. Serifenlose Schriften weisen jedoch ebenfalls ein weites Spektrum an Schriftarten auf, welche unterschiedliche Wirkungen erzielen können. Sie können in ihrer Strichstärke variieren und somit als elegant und sportlich wahrgenommen werden oder eine gleichbleibende Form innehaben und damit kalt und emotionslos wirken. Serifenlose Schriften werden unter anderem von den Konzernen Amazon, Google oder Facebook eingesetzt.

Slab-Serif

Eine Mischung aus serifenlosen und Serifen-Schriften bilden die Slab-Serif-Fonts. Diese Schriftarten weisen größere, blockartige Serifen auf, können im Grundbau jedoch serifenlosen Schriften ähneln. Marken, die sich für ein Logo dieser Schriftklassifizierung bedienen, sind unter anderem Sony oder Volvo. Slab-Serif-Fonts vermitteln Konsumenten ein Gefühl von Vertrauen und Standhaftigkeit und ziehen aufgrund ihrer Ungewöhnlichkeit meist die Aufmerksamkeit auf sich.

Script-Font

Für kurze Markennamen kann sich der Einsatz einer Script-Font oder auch Handschrift anbieten. Diese haben eine verspielte Typografie Wirkung, sind meist verschnörkelt und können an handschriftliche Kalligrafie erinnern. Da durch die Verzierungen der Schrift die Lesbarkeit leiden kann, sollten kompliziertere oder lange Begriffe in einer weniger formreichen Schriftart angelegt werden. Ist der Schriftzug jedoch auch in einer Script-Font noch gut lesbar, kann hier zwischen einem verspielteren oder einem formaleren Erscheinungsbild gewählt werden. Ein sehr elegantes, handschriftliches Logo ist zum Beispiel das Logo des Autoherstellers Cadillac. Coca-Cola schlägt ebenfalls eine verschnörkelte Richtung ein, wirkt dabei aber eher kreativ und erweckt im Konsumenten das Gefühl von Freiheit.

Schrifthervorhebungen

Unabhängig davon, welche Schriftart zum Einsatz kommt, kann in der Regel zwischen verschiedenen Schriftschnitten gewählt werden. Diese stehen in den Grundlagen der Typografie für Veränderungen der zugrundeliegenden Schriftart und dienen zur Hervorhebung der Buchstaben. Dazu zählen Änderungen der Strichstärke, -neigung oder der Laufweite. Kurz gesagt handelt es sich hierbei darum, ob eine Schrift bold, kursiv oder gesperrt dargestellt wird. Auch bei diesen Hervorhebungen sollte immer die erzielte Typografie Wirkung betrachtet werden. Von besonderer Wichtigkeit ist es hierbei, Schriftarten zu wählen, die von den Gestaltern für diese Schriftschnitte angedacht wurden: Die händische Veränderung einer Grundschrift in Schriftprogrammen sollte vermieden werden. Diese Veränderungen können sonst sehr schnell unprofessionell und unharmonisch wirken. In der Regel leidet unter solch erzwungenen Anpassungen zudem die Lesbarkeit einer Schrift und verändert die angedachte Typografie Wirkung.

In der Praxis gilt somit immer: Die Typografie Wirkung von Schriften und Schriftveränderungen sollte verstanden werden, um die zu transportierende Aussage der Außenwelt wirksam vermitteln zu können. Hierfür müssen die Grundlagen der Typografie beherrscht werden.

Exkurs: Schriftfamilie vs. Schriftart

Schriftfamilie

Eine Schriftfamilie ist in den Grundlagen der Typografie der Oberbegriff für eine Mehrzahl verschiedener Schriften, die zusammengehören, weil sie vom gleichen Type Designer entworfen wurden. Somit weisen sie eine Vielzahl gemeinsamer Merkmale in ihrer Form beziehungsweise Architektur auf.

Schriftart

In Unterscheidung zur Schriftfamilie umfasst die Schriftart die jeweils grafische Gestaltung einer Satzschrift. Diese gibt an, wie Buchstaben im Einzelnen aussehen. Individuelle, aber ähnliche Schriftarten können damit laut Grundlagen der Typografie einer Schriftfamilie angehören.

Schriftkombinationen

Es ist möglich, Schriften auch innerhalb einer Familie zu mischen, wobei es wichtig ist, auf ausreichend Unterschiede zwischen den Schriften zu achten, sonst scheint das visuelle Bild oftmals gestört. Denn zu ähnliche Schriften kollidieren – das heißt, sie sind laut Grundlagen der Typografie eher ungeeignet, um miteinander kombiniert zu werden. Es empfiehlt sich also, Schriften mit ähnlichen Strukturen zu nutzen, sodass sich letzten Endes ein angenehmes und harmonisches Schriftbild ergibt, das gut zu lesen ist. Schriften aus derselben Zeit oder mit kleineren Variationen innerhalb einer Schriftfamilie (sofern sie sich nicht allzu ähnlich sind) funktionieren somit meist gut miteinander. Ebenso kann man – ganz klassisch – auf die Kombination serifenloser mit Serifen-Schriften setzen. Best-Practice-Beispiele für Schriftkombinationen sind etwa die Schriftarten Nixie One & Libre Baskerville, Playfair & Slabo und Rufina & Oxyen – je nachdem, ob eher Freundlichkeit, Offenheit oder Eleganz vermittelt werden soll. Allerdings sollte man sich prinzipiell etwas begrenzen, was die Anzahl unterschiedlicher verwendeter Schriftarten angeht – zwei bis drei ausgewählte Fonts sind laut Grundlagen der Typografie absolut ausreichend. Werden diese kombiniert, so lassen sich Inhalte etwa auch in Hierarchien (Überschrift und Fließtext, herausgehobene Zitate etc.) ideal grafisch darstellen.

Digitale Typografie

Insbesondere im digitalen Bereich sollte bei der Wahl der Schrift die Grundlagen der Typografie bedacht und spezifische Besonderheiten und Anforderungen berücksichtigt werden – beispielsweise die Lesedistanz, der Zweck des Textes, dessen Platzierung und natürlich die angesprochene Zielgruppe. Hierfür wurden drei Arten von Schriftgrößen definiert, die für unterschiedliche Einsatzbereiche empfohlen werden:

Schaugröße


Die „Schaugröße“ wird in den Grundlagen der Typografie beispielsweise für Subheadlines empfohlen und bewegt sich im Größenbereich 14-24 pt.

Lesegröße


Die „Lesegröße“ bezieht sich auf Schriftgrade zwischen 10-12 pt – in dieser Größe sind Schriften auf dem Bildschirm angenehm lesbar.

Konsultationsgröße


Die sogenannte „Konsultationsgröße“ bezieht sich im Grafikdesign meist auf Schriftgrade, die etwa zwischen 6-8 pt liegen.

Diese Größenempfehlungen sind dabei nicht nur beim Erstellen einer Webseite hilfreich, auch Inhalte digitaler Präsentationen können sich an diesen Grundlagen der Typografie orientieren.

Neben den Schriftgrößen sollte die richtige Zeilenlänge und der entsprechende Zeilenabstand auf dem Bildschirm beachtet werden. Dabei ist es insbesondere bei längeren Texten oder Artikeln ratsam, die Satzart richtig einzustellen. Hierfür kann zwischen den Varianten des Blocksatzes oder Flattersatzes gewählt werden. Flattersatz eignet sich etwa für Geschäftsbriefe, Plakate oder Fließtexte. Blocksatz wird vorzugsweise in Büchern und wissenschaftlichen Abhandlungen verwendet oder überall dort, wo weniger Platz ist oder Texte mehrspaltig aufgebaut sind. Text kann dabei nicht nur linksbündig, sondern für gestalterische Zwecke auch rechtsbündig oder zentriert ausgerichtet werden.

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Die passende digitale Schriftart

Darüber hinaus ist es im digitalen Bereich relevant, eine passende Schriftart auszuwählen – oder bei Bedarf eine neue und stimmige Typografie erstellen zu lassen. Diese sollte auf die Verwendungsart abgestimmt sein. Für den digitalen Raum eignen sich laut Grundlagen der Typografie vornehmlich serifenlose Schriftarten, für Print werden nach wie vor Serifen-Schriften bevorzugt. Serifen-Schriften können selbstverständlich auch für digitale Publikationen verwendet werden, jedoch leidet die Lesbarkeit meist unter zu schlechten Bildschirmauflösungen. Aufgrund dessen werden Serifen auf Bildschirmen vorwiegend verpixelt dargestellt, wodurch die Schrift verschwommen wirken kann. Um letztendlich die perfekte Schriftart für den eigenen Verwendungszweck zu finden, gibt es heute unzählige Plattformen und Tools. Gerade für den digitalen Bereich kann zum Beispiel unter Google Fonts eine weitläufige Datenbank unzähliger frei verfügbarer Schriftarten durchsucht werden. Alternativ können immer Designer beauftragt werden, um für die eigenen Zwecke eine maßgeschneiderte Typografie erstellen zu lassen.

Professionelle Typografie erstellen und gestalten: Goldene Regeln

Befolgt man die folgenden goldenen Regeln nach den Grundlagen der Typografie, sollte einem einheitlichen, ansprechenden Auftritt nichts mehr im Wege stehen:

Klare Hierarchien einhalten

Egal ob Buch, App oder Website – mit Typografie kann und sollte das Auge zuerst auf die relevantesten Dinge gelenkt werden. Das schafft Übersichtlichkeit und erleichtert den Konsumenten, sich durch die Texte und Strukturen durchzuarbeiten. Hierfür können gute Schriftkombinationen zum Einsatz kommen oder die bold oder kursiv Variante einer Schrift verwendet werden.

Keine Angst vor Weißraum

Nicht selten kann Typografie durch das Fehlen von Typografie profitieren. Hört sich unlogisch an? Ist es aber gar nicht. Lässt man auf Buch- oder Webseiten Weißraum, gibt man den Texten mehr Platz zum Wirken. Zu überladene Textpassagen erwecken hingegen schnell einen unprofessionellen Eindruck und überfordern die Leser.

Das Ziel vor Augen haben

Sobald der Einsatzort, die Zielgruppe und der erwünschte Effekt des Textes feststehen, muss die Typografie entsprechend angepasst werden. Das beginnt bei der passenden Schriftklassifizierung und Schriftart und reicht bis zur besten Schriftgröße und dem leserlichsten Schriftsatz. Typografie sollte immer einem Zweck dienen und dieser sollte klar verfolgt und umgesetzt werden.

Auf Zurückhaltung achten

Die Mischung verschiedener Schriftarten kann das Gesamtbild eines Textes interessanter und lebhafter gestalten. Aber das kann leider auch sehr schnell ins Gegenteilige umschlagen. Die Schriftmischung sollte gut durchdacht und inhaltlich sinnvoll sein. Zudem reicht die Verwendung von zwei verschiedenen Schriftarten meist vollkommen aus.

Einheitlichkeit schaffen

Für die Überschrift der Ebene H2 wird Baskerville in 14 pt verwendet? Dann sollte für alle H2-Überschriften das Gleiche gelten. Mithilfe einer einheitlichen Typografie kann den Lesern dabei geholfen werden, sich leichter durch den Text zu arbeiten. Auch ohne genaueres Hinsehen sollte erkannt werden können, wie der Text inhaltlich strukturiert und gegliedert ist.

Informationen vermitteln

Schrift ist ein Medium und dient der Übermittlung von Informationen. Egal wie ausgefallen und kreativ die typografische Gestaltung letzten Endes ausfallen mag, solange die Lesbarkeit kaum oder nicht gegeben ist, hat die Typografie ihren Zweck verfehlt. Die Waage zwischen Nutzen und Design muss somit immer in Balance bleiben.

Grundlagen der Typografie – mehr als nur Buchstaben

Typografie ist sehr viel mehr als nur der Einsatz verschiedener Schriftarten – sie ist eine Kunst, die maßgeblich zur Kommunikation von Inhalten beiträgt. Richtig eingesetzt kann sie damit ein wichtiges und entscheidendes Mittel des Marketings sein. Dabei unterscheiden sich je nach Medium – ob Print oder Digital – die Regeln und Anforderungen an ein schönes Schriftbild, die nach den Grundlagen der Typografie jeweils beachtet werden sollten. Für eine gute Typografie Wirkung innerhalb größerer und wichtiger Projekte lohnt es sich daher Experten aus dem Gebiet hinzuzuziehen.

Über die Autorin

Carina Harsch

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Über die Autorin

Carina Harsch

Carina ist eine unserer Executive Designer im Studio Creation und die Ansprechpartnerin für alles rund ums Thema Design. Mit ihrer Leidenschaft, ihrer Kreativität und ihrem forcierten Know-how erweckt sie jeden Inhalt zum Leben – und setzt Kundenwünsche auf völlig neue Art und Weise um.

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